Wichtige Information:

 

Die Info-Veranstaltung am 29.11.2018 im Rathaussaal war mit ca. 100 Teilnahmern sehr gut besucht.

Vertreter der Bahn erläuterten ihre Pläne für die Variante mit dem umgebauten Mittelbahnsteig. Seniorenbeirat und Behindertenbeirat äußerten ihre Kritik an den vorgelegten Plänen und stellten die geforderte Alternative vor.

Der Vertreter der Obersten Baubehörde  Bereich Nahverkehr, erklärte, dass die

 

Planungen gestoppt

 

wurden und geprüft wird, wie die Forderung nach einem zusätzlichen Außenbahnsteig in die weiteren Planungen einbezogen werden kann. Welche Verzögerungen sich u.U. hierdurch ergeben werden, konnte noch nicht geklärt werden.

Berichte über diese Veranstaltungen sind in der SZ am 30.11.2018 "Bahnhofsumbau gestoppt", im Fürstenfeldbrucker Tagblatt am 1.12.2018 "Bahnhofs-Pläne erst einmal gestoppt" und im Kreisboten am 5.12.2018 "Ausbau vorerst gestoppt" erschienen.

 

 

Unterschriftenlisten

 

Auslegestellen für  Unterschriftenlisten werden in Kürze auf dieser Seite bekannt gegeben.

 

 

           

 

Eine Animation, angefertigt von Hermann Grüsser (ehemaliger Vorsitzender des Behindertenbeirats Puchheim), zu den Varianten finden Sie auf

der Seite des Behindertenbeirats unter

https://www.behindertenbeirat-puchheim.de/media/teil1.wmv  (Teil1) und

https://www.behindertenbeirat-puchheim.de/media/teil2.wmv  (Teil2)

sowie auf Youtube unter

https://www.youtube.com/watch?v=C2ul3qkWPos       (Teil1) und   

https://www.youtube.com/watch?v=XjvkIz7uJHM&feature=youtu.be    (Teil2).

 

Schauen Sie mal rein!

 

Barrierefreier S-Bahnhof Puchheim?

 

Wir fordern "echte" Barrierefreiheit

 

 

Kritikpunkte an den Plänen der Bahn:

 

  1. Die bisherige Unterführung bleibt wie sie ist und wird somit nicht barrierefrei !!!                                      
  2. Geplant ist eine abgelegene neue, nur 2,5m breite und 23m lange Unterführung, die von außen nicht einsehbar ist und damit zur "Angströhre" und zu einem Brennpunkt werden kann (Verschmutzung, Vandalismus, Treffpunkt für Alkohol- und Drogenkonsum).
  3. Zwei ca. 75m und 90m lange Rampen auf der Nordseite und auf der Südseite führen zu der neuen Unterführung. Ausgerechnet Personen mit Mobilitäts­einschränkungen müssen damit die längsten Wege zurücklegen.
  4. Bei Ausfall des in dieser Variante geplanten Aufzugs, können Menschen mit eingeschränkter Mobilität (Rollstuhl, Rollator, Kinderwwagen, schwerem Gepäck usw.) den Mittelbahnsteig wie bisher nicht stufenfrei erreichen oder verlassen.
  5. Es besteht ein hohes Risiko bei schnellen Zugdurchfahrten mit bis zu 160km/h. Im Bereich des Aufzugs und der zusätzlichen Treppe ist der nutzbare  Abstand ab Sicherheitsstreifen nur ca. 1m.  Zudem bewegen sich Personen  in entgegengesetzten Richtungen. An diesen Engstellen besteht die Gefahr, vom Luftsog mitgerissen zu werden. (siehe Unfälle in Rosenheim, Kinderwagen MM 28.4.2018 und Unterschleißheim, 2 junge Männer mitgerissen SZ 17.5.2018)

 

Deshalb NEIN zu dieser Variante!

 

 

Von den Beirätengeforderte Alternative:

(gemäß Vorschlag eines von der Stadt Puchheim und der Obersten Baubehörde bauftragten Planungsbüros)

 

Wir fordern einen neuen Außenbahnsteig auf der Nordseite des Bahnhofs

mit kurzer Rampe ins Gelände und zusätzlich je einen Aufzug von beiden Außenbahnsteigen in die bestehende Unterführung

 

Dies hätte folgende wesentlichen Vorteile :

 

  1. Der neue nördliche Außenbahnsteig kann über eine kurze Rampe jederzeit stufenfrei und technikfrei erreicht oder verlassen werden.
  2. Die Aufzüge in die bestehende Unterführung sind nur unterstützend; auch bei Ausfall kann die bestehende Unterführung immer noch stufenfrei passiert werden.
  3. Eine Entzerrung der Fahrgastströme wird bei beiden Außenbahnsteigen durch mehrere kurze, seitliche Abgänge zu den Parkplätzen erreicht.
  4. Es gibt auf dem Bahnsteig keine gefährlichen Engstellen.
  5. Die bestehende Unterführung ist von allen Seiten gut einsehbar und  die unverzichtbare soziale Kontrolle gegeben.
  6. Diese Variante ist vorausschauend für den zukünftigen 4-gleisigen Ausbau der S4.

 

 

Fazit:

 

Da der geplante Umbau des Puchheimer Bahnhofs für die nächsten Generationen Bestand haben wird, sollte echte Barrierefreiheit angestrebt werden, die allen Menschen mit Handicap die uneingeschränkte Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel ermöglicht. Die offensichtlichen Nachteile der derzeitigen Planung dürfen nicht ignoriert werden.

Hierfür setzen sich die Puchheimer Beiräte auch weiterhin ein.

 

Puchheim, 02.11.2018

gez. Dr. Karl-Heinz Türkner                                                                                      gez. Dr. Richard Ullmann                         

Vorsitzender des Seniorenbeirats                                                                            Vorsitzender des Behindertenbeirats